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Neue Wohn- und Betreuungsformen

December 17, 2016

Wissen Sie, was man unter einer "vollstationären Residenzwohnung" versteht? Ralf Becker, Einrichtungsleiter im Haus der Senioren, Grünberg, klärt in seiner Kolumne "Becker´s Perspektiven" (MITEINANDER Ausgabe 04.2016) über neue Wohn- und Betreuungsformen auf.

 

Der Trend ist deutlich: Die neue Gesetzgebung geht immer mehr in die Richtung, ambulante Betreuungs- und Pflegeangebote den vollstationären Unterbringungsmöglichkeiten vorzuziehen. Bestes Beispiel: Das neue Pflegeerweiterungsgesetz! Bevor ich diesen Trend verurteile –   was ich nicht machen werde! – , möchte ich klarstellen, dass es gut ist, wenn das Angebot für ältere hilfebedürftige Menschen immer mehr individualisiert wird. Gerade wir von Aktives Leben im Alter versuchen bereits seit mehr als 25 Jahren, die aktuellen Angebote in unseren Einrichtungen modulweise im Sinne der Betreuten, Kunden und Gäste anzupassen. So versuchen wir über unseren Pflege- und Sozialdienst MOBI erfolgreich, unsere Kunden in deren gewohnten Umgebungen dabei zu unterstützen, alle notwendigen Verrichtungen in vollster Zufriedenheit ausführen zu können. Im Zusammenspiel mit dem Haus der Senioren und dem Seniorenhaus Lumdatal bieten wir derzeit die gesamte mögliche Palette an ambulanten Versorgungsmaßnahmen an: Das geht von Diensten wie Essen auf Rädern, Hilfe beim Putzen, Einkaufen oder der Fahrtbegleitung über die professionelle Grund- und Krankenpflege, dem 24-Stunden-Hausnotruf bis hin zu intensiven Beratungsleistungen und Anleitungen sowie Beistand für Angehörige, mehreren Demenzcafé-Angeboten, Leistungen der Tagespflege, der Kurzzeit-, Verhinderungs- und vollstationären Pflege. All das ist fabelhaft, all das hat ein auch innerhalb der Gesellschaft positives Image.

 

Was mich in diesem Zusammenhang stört? Lediglich das demgegenüber eher negative Bild, das viele haben, wenn an eine Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung gedacht wird. Denn viele Beobachter vergessen folgendes: Für die Hilfebedürftigen und deren Angehörige ist es in der überwiegenden Zahl der Fälle eine gute Entscheidung, sich in die Hände eines stationären Pflegeangebotes zu begeben. Eine gute und richtige Entscheidung, die persönliches Leid mindern hilft und fachgerechte Hilfe verschafft. Mein Rat an interessierte Beobachter lautet immer wieder: Sprechen Sie mit den Betroffenen, reden Sie mit den Angehörigen! Sie werden überrascht sein, wie schnell daraufhin das negative Image der stationären Angebote verschwindet.

 

Ob ambulant oder stationär: Kein professionelles, zielgerichtetes Angebot funktioniert ohne Planung und konzeptionelle Vorarbeit. Gerade beim Schritt in eine stationäre Einrichtung tragen neue Wohn- und Betreuungsformen zu einem leichteren Übergang in die neue Umgebung und Heimat bei. Wir im Haus der Senioren arbeiten daher an etwas Neuem: Daran, unseren Kunden eine attraktive Mischform anbieten zu können: Vollstationäre Versorgung in eigenen Residenzwohnungen. Was das bedeutet? Kunden haben eine eigene, moderne Wohnung, ausgestattet mit Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer, angeboten werden unterschiedliche Größen, alle  Wohneinheiten sind behindertengerecht und haben Schwesternrufanlagen für beruhigende Sicherheit. Mehr noch: In dieser Mischform zwischen ambulant und stationär ist es sogar vorstellbar, gemeinsam mit einem nicht hilfebedürftigen Lebenspartner zusammen in dieser „vollstationären Residenzwohnung“ zu wohnen – und somit Heimat zu bewahren und ein eigenes Zuhause in neuer Sicherheit und Umsorgung zu genießen. Wir halten Sie über dieses Konzept auf dem Laufenden.   


Ich wünsche Ihnen allen eine gute, sichere und gesunde Zeit. 

 

 

 

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