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Ehre, Amt und Arbeit

November 24, 2016

Ehrenamt ist derzeit in aller Munde. Nach dem Willen und Wunsch der Bundesregierung soll das freiwillige bürgerliche Wirken, soziale Arbeit oder bürgerschaftliches Engagement durch steuerliche Anreize, finanzielle Mittel für Vereine und Verbände oder Orden und Abzeichen stärker gefördert werden. 
 

Auch die hessische Landesregierung lässt sich nicht lumpen und fördert ehrenamtliches Engagement mit einer Ehrenamtskampagne nach dem Motto „Gemeinsam-aktiv“: So unterstützt die „LandesEhrenamtsagentur“ hessische Kommunen bei der „Einrichtung lokaler Freiwilligenagenturen“. Diese sollen als Anlauf- und Vermittlungsstellen sowohl für engagementbereite Menschen als auch für Unterstützung suchende Organisationen und Initiativen dienen. Ob nun Schiedsleute, Gemeinderatsmitglieder, Kirchenpfleger, THW-Helfer und Angehörige des Freiwilligen Polizeidienstes, Mitarbeiter bei der Sozial- und Jugendpflege oder Betriebsräte – nur wenige Bereiche des öffentlichen Lebens weisen keinerlei freiwillige Hilfe von Abertausenden Bürgern auf. Selbst soziale Träger wie die Diakonie oder die Caritas bauen ebenfalls darauf, dass Menschen sich in die Gesellschaft einbringen und Kinder, kranke oder alte Menschen betreuen und zusätzlich neben Hauptberuflern helfen. 

 

Millionen ehrenamtlich Tätige

Zahlreiche Preise wie der seit 2009 bestehende „Deutsche Engagementpreis“ diverser gemeinnütziger Verbände und Organisationen dokumentieren landauf, landab das Bestreben, die Übernahme freiwilliger öffentlicher Aufgaben zu stärken, die nicht auf Entgelt ausgerichtet sind. Wie hoch aber ist die Zahl?
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) geht in Deutschland von etwa 17 Millionen freiwilligen Ehrenamtlichen aus. Andere Stimmen wie das Innenministerium sprechen gar von 23 Millionen, in ganz Europa soll es etwa 100 Millionen Freiwillige geben, die sich in ihrer Freizeit dem Wohl anderer Menschen oder der Förderung bestimmter Ideen und geistiger Strömungen hingeben. Mehr als 400.000 Ehrenamtliche engagieren sich alleine beim DRK, nach dessen Aussage „Menschen jeden Alters, jeder Hautfarbe, Religion und mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten". Wie hoch die Zahlen genau auch sein mögen: Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens ohne ein solches ehrenamtliches Wirken gar nicht existieren würden. Hierzu zählen Bereiche wie die 

Freiwilligen Feuerwehren, Tier-, Natur- und Umweltschutzprojekte, die Telefonseelsorge, die Bewährungshilfe, Arbeiten in Hilfsorganisationen, Umsonstläden, Hausaufgabennachhilfen, Tätigkeiten wie die der "Grünen Damen und Herren" in vielen Hospitälern, in Behindertenhilfe-Einrichtungen, in Sport-, Kultur- und anderen Vereinen, aber auch Hilfe im Altenpflegebereich. Selbst der Katastrophenschutz in Deutschland wird größtenteils durch ehrenamtliche Kräfte getragen. 

Auch die Region sehr engagiert

Auch der in Rabenau und Grünberg beheimatete gemeinnützige Träger "Aktives Leben im Alter gGmbH" ehrt am 29. November ab 14 Uhr im Seniorenhaus Lumdatal (Rabenau-Londorf) seine ehrenamtlichen Helfer der Region: die Arbeiten des Seniorenhauses Lumdatal, des Hauses der Senioren in Grünberg und des mobilen Pflege- und Sozialdienstes MOBI in Grünberg werden nicht zuletzt durch das große Engagement von zahlreichen jungen und älteren Helferinnen und Helfern unterstützt und gefördert. 

Auf den Landkreis Gießen, die Gemeinde Rabenau oder die Stadt Grünberg hochgerechnet, würde eine bundesweit bestehende Engagementquote von 21-28 % der Bevölkerung ein Potential von Tausenden von Menschen bedeuten, die sich selbstlos einbringen. Auch wenn der geschäftsführende Gesellschafter von „Aktives Leben im Alter“, Hans-Jürgen Moser, diese Zahlen als „politisches Wunschdenken“ bezeichnet, die (unbeantwortete) Frage dabei ist: Wie viele Menschen davon wollen etwas im Bereich der sozialen Pflege älterer, kranker oder behinderter Menschen tun? Es gibt sicherlich ein erhebliches, noch nicht ausgeschöpftes Potential, welches vorhanden ist, trotz zahlreichen Engagements bereits tätiger Bürgerinnen und Bürger vor Ort in Gießen, Rabenau und Grünberg. Denn, so Moder: „Ehrenamtliches Engagement ist Balsam auch für die eigene Seele.“

 

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Ehrenamtstag 2016

Wer sich fürs Ehrenamt interessiert oder durch seine Anwesenheit die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer ehren will, ist am 29.11 herzlich eingeladen: Zwischen 14 und 16 Uhr kommen Angehörige, Freunde und Interessierte sowie Gäste im Seniorenhaus Lumdatal zusammen, um sich mit den ehrenamtlich tätigen Helfern und Mitarbeitern bei Kaffee und Kuchen über das Ehrenamt auszutauschen. Gleichzeitig feiert das Seniorenhaus an diesem Tag auch den 1. Geburtstag des Demenzcafés, das ebenfalls wesentlich von Ehrenamtlern unterstützt wird. Mehr dazu hier: Hier klicken.

 

 

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